der Frühling erwacht in Lech-Zürs
Wenn der Winter leise seinen Griff lockert und die ersten warmen Sonnenstrahlen über die Gipfel von Lech Zürs am Arlberg streichen, beginnt eine ganz besondere Zeit in den Bergen: das Frühlingserwachen. Es ist diese stille Übergangsphase, in der nichts laut geschieht – und doch alles in Bewegung ist. Wir haben das schöne Wetter am Wochenende genützt um nach Bürstegg zu wandern.
Die Luft ist klarer, weicher. Der Schnee zieht sich langsam zurück, bleibt aber in schattigen Mulden und auf nordseitigen Hängen noch präsent. Dazwischen: erste Farbtupfer. Zarte Krokusse, die sich durch die letzten Schneefelder kämpfen. Der Frühling tastet sich vor – Schritt für Schritt.
Schneereste glitzern in der Sonne, während darunter bereits das erste frische Gras hervorkommt. Mit etwas Glück begegnet man den ersten Murmeltieren ein leises Zeichen, dass der Alpsommer nicht mehr weit ist.
Nach rund einer Stunde erreicht man schließlich Bürstegg auf etwa 1.700 Metern – eine der höchstgelegenen Walser Siedlungen Vorarlbergs.
Hier oben scheint die Zeit langsamer zu laufen. Alte Holzhäuser, eine kleine Kirche mit Blick auf die umliegenden Berge. Es ist eine gemütliche Wanderung und geeignet für die ganze Familie.
Die Wanderung erzählt eine Geschichte. Die Geschichte von der Besiedelung von Lech durch die Walser. Aber auch vom Ende des Winters. Vom Anfang von etwas Neuem. Und davon, wie schön es ist, diesen Übergang bewusst zu erleben.
Ein stiller Luxus, den man nur draußen in der Natur findet.


